Leitzkau - mit "Münchausenschloss"

Von Weitem sichtbar, wenn man zwischen Magdeburg und Zerbst auf Leitzkau zufährt, ist das hiesige Schloss Leitzkau, welches im Volksmund auch als „Münchhausenschloss“ bekannt ist. Der Ort liegt auf einem Hochplateau des Flämings und ist seither durch Landwirtschaft geprägt. Leitzkau gehört heute mit seinen knapp 900 Bewohnern zur Stadt Gommern im Landkreis Jerichower Land.

Gleich zwei romanische Bauwerke können Reisende in Leitzkau besichtigen.

Die Ursprünge der Dorfkirche St. Petri gehen auf den Anfang des 12. Jahrhunderts zurück. Damals als hölzerne Kapelle von Bischof Harbert aus Brandenburg gegründet, wurde sie Mitte des 12. Jahrhunderts durch einen Grauwacke-Steinbau, auf einem Hügel neu errichtet. Zum großen Teil erhalten geblieben ist die Klosterkirche Sankt Maria, welche als romanisches Bauwerk aus einer ehemaligen Prämonstratenser Stiftskirche hervorging. Gut zu sehen, ist die architektonische Vorbildfunktion der Magdeburger Liebfrauenkirche. Mitte des 16. Jahrhunderts erwarb Obrist Hilmar von Münchhausen, ein Adliger aus Niedersachsen, die Kirche und baute die Anlage im Stil der Weserrenaissance aus. Seit 1996 ist das Schloss Sitz der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt.

In unmittelbarer Umgebung von Leitzkau können Sie Germanengräber, Steinbruchseen und Wanderdünen erkunden.

Anfahrt: Mit Gommern ist Leitzkau durch die Bundesstraße 184 verbunden. Der nächste Bahnanschluss befindet sich im drei Kilometer entfernt gelegenen Prödel an der Strecke Magdeburg – Dessau.

Unterkunft: Hotel und Restaurant Treff am Schloß (Alter Weg 44, 39279 Gommern)

Restaurant: Deutsches Haus (Ernst-Thälmann-Straße 1, 39245 Gommern)

Gebäude auf der Straße der Romanik: Dorfkirche St. Petri, Schloss Leitzkau